Gartner positioniert Microsoft als Leader im Magic Quadrant für ALM

Die Analysten von Gartner haben Anfang Juni 2012 in der neusten Studie zum Thema “Magic Quadrant for Application Life Cycle Management” Microsoft in die Kategorie Leaders eingestuft, sprich Microsoft wird als einer der wenigen Hersteller eingestuft die alle Aspekte in Sachen Application Lifecycle abdecken.

Gartner-ALM

Quelle: Gartner (Juni 2012)

Die von den zwei Analysten Thomas E. Murphy und Jim Duggan durchgeführte Magic Quadrant Einordnung untersuchte hierbei 16 unterschiedliche Hersteller in Bezug auf das Thema Application Livecycle Management (ALM).

“Driven by cloud and agile technologies, the ALM market is evolving and expanding. Although support for agile is important, the challenge is that the tools that work best for agile projects lack requirements definitions and management, as well as support for the management of nonagile project elements.”

Microsoft wurde innerhalb des Reports folgendermaßen beschrieben:

“By virtue of its position in the market as a provider of key platforms and development tools, Microsoft acts as an overall thought leader in the ALM market.”

Natürlich werden innerhalb des Berichtes auch Schwachstellen bei Microsofts aufgezeigt:

“Although Microsoft is one of the only vendors to cover all aspects of the SDLC, its greatest challenge has been support for non-Microsoft development. However, the company has made good strides with support for Eclipse and the ability to extend TFS with Java code.”

Betrachtet man diese Analyse genauer, so wird deutlich, dass Microsoft auch diese Schwachstelle erkannt hat, und mit dem Visual Studio Everywhere versucht diese Lücke zu schließen. Wird zudem noch in Betracht gezogen, dass die Untersuchung auf Visual Studio 2010 und TFS 2010 basiert, so ist mit den für 2012 angekündigten Produkten TFS 2012 und Visual Studio 2012 eine weitere Positionsstärkung denkbar, da Microsoft die neuen Versionen vor allem in den Bereichen Team-Zusammenarbeit und Qualitätssicherung aufgewertet und erweitert hat.

Wollen Sie sich selber ein Bild von Microsoft zukünftiger ALM-Ausrichtung machen wollen, so steht Ihnen von Microsoft der aktuellste Release Candidate als Hyper-V Image mit zusätzlichen 18 Hands-on-labs und Demo Scripts zum Thema Application Livecycle Management zur Verfügung.

Visual Studio 2012 ist zurzeit zwar erst als Release Candidate mit einer „Go-Live“ Lizenz verfügbar. „Go-Live“ bedeutet aber, dass Visual Studio 2012 bereits produktiv eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen und wichtige Links zu dem Thema:

SharePoint 2010 – Metadata und Taxonomie Management

Der Microsoft SharePoint 2010 bietet zusätzlich zum normalen Verwalten von Dokumenten in Dokumentenbibliotheken, dem Benutzer die Möglichkeit innerhalb des Microsoft SharePoint 2010 verwaltete Dokumente mit zusätzlichen Metadaten anzureichen. Die Kennzeichnung des Dokumentes erleichtert somit anderen Benutzern schneller das hochgeladene Dokument einzuordnen und dieses als Informationsquelle zu nutzen.

Die von Microsoft bereitgestellten Funktionen und Möglichkeiten im Bereich Taxonomien, Tagging und Metadaten dienen somit vor allem dem Information Worker, der auf ein gutes Informationsmanagement und eine geordnete Datenablage innerhalb des SharePoints 2010 Wert legt.

SharePoint 2010 Managed Metadata

Innerhalb eines Unternehmens gibt es eine Vielzahl an festen Begrifflichkeiten oder Kategorien, die zentral verwaltet und definiert werden, sodass diese für unterschiedliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Als Beispiel seihen folgende Bereich genannt:

  • Standort (Deutschland, Österreich, Schweiz, …)
  • Dokumententyp (Angebot, Vorlage, )
  • Sprache (Deutsch, Englisch, …)
  • Dokumenten-Status (In Arbeit, Final, …)

Microsoft bietet genau für diesen Zweck die in SharePoint 2010 neu eingeführten verwalteten Metadaten oder Managed Keywords an. Microsoft definiert den Begriff via Technet wie folgt:

„Verwaltete Metadaten sind eine hierarchische Auflistung zentral verwalteter Ausdrücke, die Sie definieren und anschließend als Attribute für Elemente in Microsoft SharePoint Server 2010 verwenden können.“

Die verwalteten Metadaten (Managed Metadata) innerhalb des SharePoint 2010 bieten folglich eine zentrale Stelle, über die diese eindeutigen Stichworte gepflegt werden können. Werden im Laufe der Zeit neue Metadaten benötigt, so können diese dort neu angelegt, oder alte Begriffe entfernt werden.

SharePoint 2010 Metadaten Begriffe

Innerhalb des SharePoint 2010 können Taxonomien angelegt werden, sodass diese innerhalb einer Site, oder Dokumentenbibliothek verwendet werden können. Für diesen Zwecke werden innerhalb des SharePoint 2010 folgende Begrifflichkeiten verwendet:

  • Term: Basis Ausdruck – Meist ein Word oder Ausdruck, der mit einem vorhandenen Content verknüpft werden kann.
  • Managed Term: Ein Ausdruck, der nur von Personen mit den passenden Berechtigungen verwaltet werden kann.
  • Term Sets: Meist hierarchische Gruppierung von Terms oder zusammenhängender Begriffe.
  • Managed Keywords: Benutzer generierte Keywords (Tags), die in einer nicht hierarchischen Liste (keyword set) verwaltet werden.

Die Verwaltung der SharePoint Metadaten erfolgt über die SharePoint 2010 Central Administration: Das Term Store Management Tool

clip_image002

SharePoint 2010 Taxonomie und Metadaten Management

Die im Term Store hinterlegten Metadaten können vom Anwender zur Klassifizierung von Inhalten genutzt werden. Hierfür muss beispielsweise bei einer Dokumentenbibliothek nur eine zusätzliche Spalte aus dem Bereich „Managed Metadata“ hinzugefügt werden.

Wichtig hierbei ist, dass für die Verwendung von mehreren Werten (Multiple value field) die Index Columns passend eingestellt werden müssen, da diese keine Managed Metadaten Felder enthalten dürfen.

clip_image004

Die Verwendung der Metadaten erfolgt dann entweder beim Hochladen eines Dokumentes, oder beim nachträglichen Anpassen der Dokumenteneigenschaften.

Wichtig hierbei ist, dass die Metadaten nicht automatisch ausgewählt werden, sondern durch den Benutzer manuell ausgewählt werden müssen. Einzige Ausnahme: Microsoft SharePoint 2010 erlaubt die Hinterlegung eines Defaultwertes, der standardmäßig gesetzt wird.

Soll ein automatisches Setzen der Metadaten basierend aus dem Content des Dokumentes erfolgen, so helfen in diesem Fall nur Dritthersteller-Tools, wie beispielsweise: beyCoo.

Alternativ sei hier das Tag Suggester Tool von Layer 2 genannt, welches, wie der Name schon vermuten lässt, dem Benutzer ein Metadaten Set zur Auswahl vorschlägt.

Fazit

Mit Hilfe der SharePoint Metadaten ist es möglich den SharePoint 2010 als zentrale Wissensplattform im Unternehmen zu nutzen, und so vorhandene Dokumente mit korrekten Schlüsselworten zu versehen. Andere SharePoint Benutzer können so benötigte Informationen schneller finden ohne das komplette Dokument durchzulesen oder anhand des manchmal sehr kryptischen Dokumentennamens auf den Inhalt zu schließen.

Der Themenbereich Informationssuche wird somit reduziert und der SharePoint 2010 um den Bereich Wissensmanagement erweitert. Eine Erweiterung, die vor allem für den Information Worker sehr interessant ist.

Metadaten Tools für SharePoint 2010

  • beyCoo Plugin for SharePoint 2010
    • The beyCoo Plugin for SharePoint (beyCoo4SharePoint) automatically enriches files, SharePoint lists and Site Pages with metadata. For this purpose beyCoo is using the Named Entity Extraction and the Relevant Term Finder.
  • Layer 2 Tag Suggester for Microsoft SharePoint Server 2010
    • The Tag Suggester for Microsoft SharePoint Server 2010 automatically offers a set of appropriate content-based category or keyword suggestions, depending on the term store taxonomies and managed metadata, tag rules, item and document properties and metadata, information store context and textual document contents.

Weitere Links zum Thema Metadaten für SharePoint 2010

Anbindung von externen Datenquellen mittels SharePoint 2010 BCS

Dieser Post-Eintrag beschäftigt sich mit den SharePoint 2010 Business Connectivity Services und beschreibt in einer Schritt für Schritt Anleitung wie die Business Connectivity Services genutzt werden können, um externe Daten im Microsoft SharePoint 2010 anzuzeigen und zu nutzen.

Alle innerhalb dieses Postings beschriebenen Schritte sind mit Hilfe der SharePoint Standard Werkzeuge und Tools (SharePoint Designer, SharePoint Central Administration usw.) möglich. Die nachfolgenden Schritte nutzen hierbei jedoch sehr intensiv die neuen Business Connectivity Services von SharePoint 2010, daher der Hinweis auf folgendes Einführungsposting.
>>> mehr…

Was sind die SharePoint 2010 Business Connectivity Services?

Dieser Post-Eintrag beschäftigt sich mit den Businesss Connectivtiy Services des SharePoint 2010 im Allgemeinen und beschreibt deren Architektur und Möglichkeiten. Er stellt daher die Grundbegriffe und Möglichkeiten des BCS vor. Dieser Post-Eintrag ist daher als Teil 1 der Serie zum Thema SharePoint Business Connectivity Services zu sehen.

Die Business Connectivity Services im SharePoint 2010 sind der Nachfolger des Business Data Catalogs (BDC) im MOSS 2007. Sie sind ein Set an Diensten und Features, die eine Anbindung von Fremdsystemen und deren Daten an den SharePoint Server 2010 ermöglichen. Mit Hilfe der BCS ist folglich möglich externe Systeme an den SharePoint anzubinden und diese als externe Listen anzuzeigen und zu modifizieren.>>> mehr…

Hyper-V und Windows 8

Innerhalb des „Build Windows 8 Blog“, das einen direkten Einblick vom aktuellen Windows 8 Entwicklerteam bietet, wurde ein neuer Artikel veröffentlicht, der den Themenbereich Virtualisierung und Hyper-V unter Windows 8 genauer erklärt und die Integration von Hyper-V und Windows 8 zeigt: „Bringing Hyper-V to ‚Windows 8‘

>> mehr…

Windows 8 auf der build 2011 – Windows reimaged

„Windows reimaged“ war der Titel mit dem Microsoft im Rahmen der Entwicklerkonferenz build vom 13.9 bis zum 16.9.2011 in Anaheim California das neue Windows 8 inklusiver neuer UI und neuer Entwicklerbibliothek eingeführt hat.

build Konferenz >> mehr…

Scrum Framework als SIPOC Diagramm

Auf der Webseite der Scrum Alliance kann eine interessante Übersicht der wichtigsten Scrum Prozesse, Rollen und Artefakte als SIPOC–Diagramm heruntergeladen werden. Diese Übersicht kann als vertiefendes Wissen zum Thema Scrum und agile Projektmanagementmethoden vorteilhaft sein, da dort der Scrum-Gesamtprozess sehr gut erfasst und beschrieben wird.>>> mehr…

Scrum Detailbetrachtung: Scrum vs. Kanban

Bei einer Prozesseinführung von Scrum kommen häufig weitere agile Prozessmethoden ins Gespräch. Eine davon ist die Softwareentwicklungsmethode Kanban. Dieser Blogeintrag beschäftigt sich somit genau mit dieser Softwareentwicklungsmethode und beschreibt diese in einer Kurzzusammenfassung.

Hierbei wird vorausgesetzt, dass das Scrum-Prozessmodells, wie es in der Scrum Detailbetrachtung beschreiben ist, bekannt ist, da am Ende dieses Blogeintrags ein Vergleich zwischen Scrum und Kanban gezogen wird. >> mehr…

PowerPoint Icons in Silverlight nutzen

Beim Erstellen von Icons für Silverlight- oder WPF-Anwendungen ist Expression Blend das Tool der Wahl. Hier können beispielsweise Icons oder Grafiken erstellt oder aus externen Anwendung in die Expression Blend Umgebung importiert werden, so dass ansprechende Oberflächen und Anwendung entstehen.

Zur Auswahl steht hier beispielsweise die Importmöglichkeit von Adobe XFG-Dateien, sodass diese direkt im Silverlight-XAML-Code weiterverwendet werden können.>> mehr…

PowerPoint Icons erstellen

Ein PowerPoint Icon oder Piktogramm ist eine kleine Grafik innerhalb einer Präsentation, die einen bestimmten Sachverhalt verdeutlich beziehungsweise vereinfacht darstellt (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte). Ein PowerPoint Icon darf nicht mit einem normalen Icon (Dateiendung “.ico”) verwechselt werden, da ein PowerPoint Icon innerhalb einer Präsentation meist in Kombination mit Text eingesetzt wird.

Beim Erstellen von PowerPoint-Präsentationen ist es gut, wenn alle Icons den gleichen Look verwenden. Leider bieten die Standard-Icons beispielweise aus der Microsoft Clip Art Galerie nicht immer die passenden Formen für die jeweilige Präsentation. Glücklicherweise können in relativ kurzer Zeit schöne Icons in PowerPoint selbst erstellt werden. Hierzu stehen folgende unterschiedlichen Arten, abgesehen vom reinen Erstellen mit den „normalen“ PowerPoint-Shapes (Kreis, Rechteck, usw.) zur Verfügung:

  • Clip Arts in Icons umwandeln
  • Silhouetten Erstellen
  • Komplexe Icons

Alle vorgestellten Varianten werden innerhalb dieses Postings mit Hilfe von PowerPoint 2010 erstellt. Hierbei wird auf 3rd Party AddIns oder Erweiterung verzichtet, so dass die Schritte nachvollziehbar sind. Die innerhalb dieses Postings aufgeführten Varianten sind ein Querverweis auf bestehende Artikel im Microsoft PowerPoint Blog, der passende “Schritt für Schritt”-Videos und Tipps zur Präsentationsgestaltung und zu PowerPoint im Allgemeinen in regelmäßigen Abständen veröffentlicht.

Innerhalb der Videos werden die neuen PowerPoint 2010 Formenfunktionen sehr intensiv genutzt, daher der Hinweis auf folgendes Einführungsposting: Creating Custom Shapes in PowerPoint 2010

Hier, wie bereits oben beschrieben, die unterschiedlichen Arten der PowerPoint Icon Erstellung:

Clip Arts in PowerPoint Icons umwandeln

Microsoft liefert mit der Microsoft Clip Art Galerie einen ersten Anlaufpunkt für bestehende Bilder und Icons. Leider sind die dort vorhanden Icons nicht immer passend für die geplante Business-Präsentation vorhanden. In diesem Fall können die Clip Arts über folgende Schritte in eigene Icons umgewandelt werden. Folgendes Video zeigt hierbei eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Clip Arts in PowerPoint Icons umgewandelt werden können:

Silhouetten erstellen

Silhouetten von Personen lockern PowerPoint Präsentationen auf, und wenn die Silhouetten dann noch das passende Look&Feel wie der Rest der Präsentation haben, dann wirkt die Gesamtpräsentation noch professioneller. Folgendes Video zeigt hierbei eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Silhouetten in PowerPoint erstellt werden können, und wie diese farblich an das eigene Look&Feel angepasst werden:

Komplexe PowerPoint Icons erstellen

Werden komplexe Icons benötigt, die nicht einfach erstellt werden können, so hilft auch hier der Microsoft PowerPoint Blog. Folgende Videos zeigen eine gute Übersicht welche Möglichkeiten der normale Benutzer hat, um komplexe Icons in relativ kurzer Zeit selbst zu erstellen und diese für das passende Farbschema anzupassen: