Was hat dich ursprünglich in die IT/Softwareentwicklung geführt?
Ich wollte ursprünglich Religionswissenschaften studieren, habe mich aber kurzerhand dagegen entschieden. Zwar interessierte mich das Thema, aber die Arbeitsweise lag mir überhaupt nicht. Genau der Gedanke hat mich dann zur IT geführt. Denn Interessen habe ich viele, aber die Arbeitsweise in der Softwareentwicklung liegt mir sehr. Jeden Tag stecke ich Puzzlestücke zusammen, durch analytisches Denken und präzises Arbeiten geht es Schritt für Schritt voran, bis das Puzzle gelöst und die Software fertig ist.
Wie trägt deine Arbeit dazu bei, unsere Kunden erfolgreicher zu machen?
Ich bin der Ansprechpartner für alles, was der Kunde benötigt: klassische Softwareentwicklung, DevOps, Architektur, Requirements Engineering oder Problemanalyse. Ich entwickle Software, die den Kunden voranbringt und stelle sicher, dass sie sicher, wartbar und erweiterbar ist. Funktionierenden Code schreiben können viele. Software entwickeln, die trotz ständiger Weiterentwicklung auf Jahre stabil funktioniert, darin liegt die große Herausforderung.
Welche Trends in der Softwareentwicklung beobachtest du aktuell mit Interesse?
Die Integration von KI-Tools in die Softwareentwicklung finde ich hoch interessant. Besonders für Technologie mit deklarativem Ansatz wie Helm Charts oder Bicep Templates kann sich die Zeit für die Einarbeitung in die technologieeigene Semantik drastisch reduzieren und somit Continuous Deployment noch leichter gemacht werden.
Was würdest du gerne in der IT-Welt verändern, wenn du könntest?
Nicht zögern, einfach machen. Keine Angst vor Fehlern haben, sondern mit diesen umgehen, wenn sie auftreten.
Was machst du gerne, wenn du nicht gerade an Code oder Konzepten arbeitest?
Im Urlaub findet man mich in einem der vielen Mittelgebirge Deutschlands mit einem Rucksack auf dem Rücken. Aktueller Geheimtipp: Pfälzer Wald – das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands!
Welchen Tipp würdest du jungen Talenten geben, die in die Branche einsteigen möchten?
Seid euch nicht zu schade, euch mit Themen auseinanderzusetzen, die vielleicht über die klassische Softwareentwicklung hinaus gehen wie CI/CD oder Requirements Engineering. Der Gedanke „Das ist nicht mein Job“ kann schnell hemmen. Je eher man sich mit diesen Themen vertraut macht, desto wertvoller wird man für seinen Arbeitgeber.

Was magst Du am meisten an Deinem Job?
Die Vielzahl an unterschiedlichen Projekten, mit denen ich als IT-Berater in Berührung komme, finde ich sehr spannend. Das bringt Abwechslung und ich fühle mich ständig herausgefordert.
Welche Technologien werden deiner Meinung nach die Branche in den nächsten Jahren prägen?
Auch wenn es sicherlich die offensichtliche Antwort ist: KI wird die Softwareentwicklung prägen und die bestehenden Arbeitsweisen verändern. Auch wenn das Thema wirkt, als wäre es die „aktuelle Sau, die durchs Dorf getrieben wird“. Die Sau ist vielleicht nicht so fett, wie sie dargestellt wird, aber an ihr wird kein Weg vorbeiführen.
Wie siehst du die Rolle von KI in deinem Arbeitsbereich in Zukunft?
KI wird den Bereich absolut prägen, aber Softwareentwickler werden auch weiterhin benötigt. Für Quereinsteiger wird es potenziell schwerer, da es deutlich wichtiger wird zu verstehen, was die KI produziert und inwiefern der produzierte Code noch angepasst werden muss. Aber qualifizierte Softwareentwickler, die wissen was sie tun, werden wichtiger denn je.
Was motiviert dich jeden Tag in deinem Job?
Mich mit neuen, spannenden Themen zu beschäftigen und mit Kollegen zu schwatzen.
Was macht die Arbeit bei SDX für dich besonders?
Die Community bei der SDX ist herausragend. Nicht nur weil das Fähigkeitsniveau sehr hoch ist, sondern weil auch ein Wert auf ein gutes Miteinander gelegt wird. Dass Partner und Kinder bei den Firmenfeiern nicht nur mit eingeladen, sondern explizit erwünscht sind, ist etwas ganz Besonderes.
Was war dein spannendstes Projekt bei SDX und warum?
Das spannendste Projekt war eine Stresstesting-Software bei einer Bank in Frankfurt. Da Stresstesting eine Vorgabe der EZB ist, war das eine unternehmenskritische Software. Wenn die Software nicht funktioniert, droht der Bank die Schließung. Da bekommt Testen eine ganz andere Bedeutung.
Welche Technologien oder Methoden begeistern dich aktuell besonders?
Aktuell begeistert mich Kubernetes als Technologie. Es ist zwar viel Arbeit, bis man es korrekt eingestellt hat, aber dann läuft alles automatisch und das Ausrollen einer neuen Version in diversen dezentralen Clustern mit je hunderten Pods ist kein Problem mehr. Bei einem Echtzeitsystem wie in meinem aktuellen Projekt ist das eine unschätzbare Erleichterung und kein Vergleich zu früheren Methoden.