Was hat dich ursprünglich in die IT/Softwareentwicklung geführt?
Als ich in der achten Klasse war, habe ich einen Home-Computer bekommen und damit war ich mit dem Thema IT verwachsen. Später habe ich dann im Grunde mein Hobby zum Beruf gemacht. Es hat nicht lange gedauert, bis ich erste Listings in den damals einschlägigen Zeitschriften veröffentlicht habe, und der Rest ist Geschichte…
Wie trägt deine Arbeit dazu bei, unsere Kunden erfolgreicher zu machen?
Ich habe es mir zur Regel gemacht, Fragen zu den Hintergründen einer Anforderung zu stellen. Im besten Fall verstehe ich die Motivation des Kunden dann besser und kann meinen Lösungsvorschlag daran ausrichten. Aber oft genug bin ich dadurch auch in der Lage, dem Kunden Anpassungen und Alternativen vorzuschlagen, die die eigentlichen Anforderungen noch besser abdecken.
Welche Trends in der Softwareentwicklung beobachtest du aktuell mit Interesse?
Das sind die beiden Elefanten im Raum:
Erstens die allgemeine Weltlage und die Frage, wie sich das auf unsere Kunden und uns selbst auswirken wird. Stichwort Datensouveränität. Und zweitens das Thema KI: Wie wird sich die Software, die wir bauen, verändern müssen? Und wie wird sich die Art, wie wir Software bauen, verändern?
Was würdest du gerne in der IT-Welt verändern, wenn du könntest?
Das hat weniger mit der Technik zu tun als mit den gesellschaftspolitischen Auswirkungen von IT. Da sind die Blasenbildung und die Relativierung der Begriffe „Wahrheit“ und „Fakten“ im Bereich Social Media. Und die – zunehmend auch politische – Machtkonzentration bei wenigen Firmen. Aber die Katze ist aus wohl dem Sack und wir werden hier Lösungen finden müssen.
Was machst du gerne, wenn du nicht gerade an Code oder Konzepten arbeitest?
Meine Hobbies sind Lesen, Sport und Reisen. Eine Zeitlang habe ich viel fotografiert und in den letzten Jahren habe ich mich etwas mit Philosophie auseinandergesetzt. Wichtig ist dabei immer: Etwas anderes machen, den Kopf freibekommen.
Welchen Tipp würdest du jungen Talenten geben, die in die Branche einsteigen möchten?
Auch wenn es langweilig klingt: Investiert in die Grundlagen und macht Eure Hausaufgaben! Sich mit den gerade aktuellen technischen Trends auseinanderzusetzen ist gut und wichtig. Aber ein solides Fundament hilft dabei, diese Trends auch über das Marketing hinaus bewerten zu können. Und es hilft ebenfalls dabei, sich danach in das nächste Thema einzuarbeiten. Und das danach.

Was magst Du am meisten an Deinem Job?
Die Abwechslung! Aufgrund meines Erfahrungshintergrundes mache ich normale Projektarbeit mit Architektur und Entwicklung. Bei langjährigen Kunden kann ich die Migration z.B. in Cloud-Szenarien betreuen und neue Kunden konfrontieren mich mit neuen Fragestellungen. Daneben coache ich junge Kollegen. Bei neuen technischen Themen bin ich oft für die Evaluierung zuständig. Und nicht selten folgen daraus interne Schulungen, Artikel und Vorträge.
Welche Technologien werden deiner Meinung nach die Branche in den nächsten Jahren prägen?
Der Trend zum Cloud-Computing ist im vollen Gange und wird noch viele Jahre anhalten. Und natürlich wird sich das Thema KI in den kommenden Jahren setzen, es wird eine Grundlagentechnologie werden, wie viele andere Dinge auch. Sowohl als Werkzeug an verschiedenen Stellen im Entwicklungsprozess, als auch als Umsetzungsthema in Anwendungen.
Wie siehst du die Rolle von KI in deinem Arbeitsbereich in Zukunft?
Kurzfristig wird sie eine unterstützende Rolle einnehmen, um typische repetitive Aufgabenstellungen zu vereinfachen und Dinge zu ermöglichen, die vorher zwar prinzipiell machbar, aber nicht praktikabel waren. Aber ich denke auch, dass sich mittel- und langfristig Nutzungsformen entwickeln, die bislang nicht möglich waren; solche, an die heute noch niemand denkt.
Was motiviert dich jeden Tag in deinem Job?
Um den Job überhaupt zu machen: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, und das gilt auch nach über 30 Jahren noch. Und bzgl. der Art und Weise habe ich ein gewisses Ethos, einen Qualitätsanspruch. Ich möchte nicht einfach etwas umsetzen; ich möchte, dass ich hinterher sagen kann: Ja, das ist gut!
Was macht die Arbeit bei SDX für dich besonders?
Das sind einerseits die “Kollegen auf Augenhöhe”. Leute, mit denen man tiefgehende Diskussionen führen kann, über technische Details genauso wie über konzeptionelle und Architekturthemen. Leute, die über den Tellerrand blicken und nicht mit Scheuklappen in der aktuellen Technologie versunken sind. Alles getragen vom SDX-Mantra “Mit Professionalität und Leidenschaft realisieren wir attraktive Lösungen auf erstklassigen Architekturen.”
Was war dein spannendstes Projekt bei SDX und warum?
Nach mehr als 30 Jahren ist das Spannendste für mich die Abwechslung. Ein für mich besonderer Aspekt ist es, mein Erfahrungswissen nutzbringend anzuwenden und weiterzugeben:
- Als Coaching junger Kollegen in einem herkömmlichen Projekt.
- In Form von Code im Rahmen von Framework-Bau, einer meiner Kernkompetenzen.
- Bei der Erarbeitung neuer Themen, um sie für SDX und unsere Kunden nutzbar zu machen.
Welche Technologien oder Methoden begeistern dich aktuell besonders?
Das ist oft die Technologie oder Methode, mit der ich gerade arbeite. Ich kann mich gut in ein Thema eingraben und versuche dann, das Beste herauszukitzeln. Auf technischer Ebene ist das aktuell ASP.NET Blazor. Und konzeptionell das Thema Cloud-Architekturen und der Weg mit bestehenden Anwendungslandschaften in die Cloud.