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Schriftart als Produktivitätstool

21.11.201808:00 Uhr , Sven Erik Matzen

Unter Produktivitätstools verstehen Entwickler meist etwas, was ihnen Kodier-Arbeit abnimmt oder Aufgaben automatisiert. Manchmal sind es aber die ganz einfachen Dinge, die Produktivität steigern können: z.B. die richtige Schriftart.

Sourcecode ist für die meisten Entwickler am besten lesbar, wenn die Schriftart „monospaced“ ausgelegt ist, also jedes Zeichen die gleiche Breite auf dem Monitor einnimmt. Erst dadurch lassen sich Strukturen im Code einfach und sauber abbilden.

Es gibt aber auch in vielen Programmiersprachen Konstrukte, in denen mehrere Zeichen eine Operation abbilden (z.B. „!=“ in C# für den boolschen Operator „not equal“) – in der Mathematik würde man die Operatoren über ein gesondertes Zeichen (im Falle von „not equal“ mit dem Zeichen „≠“) abbilden. Die Kombination von mehreren Zeichen für einen Operator ergibt sich bei Programmiersprachen aus der Notwendigkeit mit dem Zeichensatz des ASCII auszukommen und auf möglichst vielen Tastatur-Layouts alle Zeichen möglichst einfach erreichbar zu haben.

Die „nichtproportionale“ Schriftart Fira Code nutzt Ligaturen, um aus den Kombinationen verschiedener Zeichen jeweils ein kombiniertes Zeichen zu erstellen, ohne die „monospaced“-Eigenschaften aufzugeben. Operatoren, die aus zwei oder drei Zeichen im Code bestehen, werden so in einem Zeichen dargestellt. Dieses ist so dimensioniert, dass es die Breite der ursprünglichen zwei oder drei Zeichen einnimmt.

Beispiele:

Fira Code

 

 

Ich nutze die Schriftart seit einiger Zeit produktiv beim Coden (C#, JavaScript, PowerShell) in verschiedenen Editoren (Visual Studio, VSCode, PowerShell ISE, SSMS, Notepad). Die Veränderungen am Schriftbild machen den Code deutlich einfacher lesbar, da die Zeichen je nach Kontext ein anderes Aussehen bekommen und dadurch die Bedeutung in diesem Kontext stärker hervortritt.

Fira Code ist eine OpenSource-Schriftart, die auf GitHub gehostet wird:

https://github.com/tonsky/FiraCode

Das Projekt nutzt die „SIL Open Font License“, so dass die Schriftart selbst nicht verändert unter demselben Namen verteilt werden darf und sich die Lizenz nicht auf Dokumente auswirkt, die mit der Schriftart erstellt wurden.

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