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Geovisualisierung in SSRS 2008 R2

25.02.201108:56 Uhr , Thomas Nissen

Mit dem SQL Server 2008 R2 hat Microsoft auch eine Neuerung zur Darstellung von Punkten, Linien und Polygonen auf einer Karte in Reporting Services mitgeliefert.

Voraussetzung ist, dass man als Datenbank den SQL Server 2008 oder höher verwendet. Denn erst ab dieser Version bietet SQL Server die Datentypen geography und geometry mit an.

Diese Datentypen sind für die Darstellung von entscheidender Bedeutung. Dabei ist darauf zu achten, dass die Punkte im Referenzsystem WGS84 (World Geodetic System 1984) oder als xy-Punkt (0 0) gespeichert werden.

Microsoft liefert im SQL Server eine Systemview mit, die eine Liste von verwendbaren Referenzsystemen anzeigt.

   1: select * from sys.spatial_reference_systems

Die interne ReferenzsystemID des SQL Servers für das WGS84 ist 4326.

Per Drag n Drop mit dem Mapfeature aus der Toolbox image, kann eine neue Karte auf den Report hinzugefügt werden. Der sich dann öffnende Wizard leitet einen durch die erste Konfiguration der Kartendarstellung.

Microsoft liefert standardmäßig eine Kartengallerie für die USA mit. Leider nicht für andere Länder oder Kontinente. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von ESRI-Shapefiles (Environmental Systems Research Institute). Diese sind lediglich nur kostenpflichtig zu erwerben. Die dritte Möglichkeit ist die Verwendung eines BingMap-Layers.

PUNKTE

   1: geography::STGeomFromText('POINT (10.327148 51.069017)',4326)

Die Punkte werden auf einem BingMaps-Layer in Flächenansicht ohne Beschriftungen angezeigt.

image

LINIEN

   1: geography::STGeomFromText('LINESTRING (8.76709 51.6998, 10.327148 51.069017)', 4326)

Die Linie wird auf einem BingMaps-Layer in Flächenansicht mit Beschriftungen angezeigt.

image

POLYGONE

   1: geometry::STGeomFromText('POLYGON ((8.701172 50.120578, 7.075195 51.454007, 8.789063 53.041213, 13.359375 52.509535, 11.601563 48.166085, 8.701172 50.120578))', 4326)

Das Polygon wird in einem BingMaps-Layer als Straßenansicht dargestellt. Hier sind die Beschriftungen standardmäßig vorhanden.

image

 

FAZIT

Wer eine Lizenz für SQL Server 2008 R2 mit SSRS besitzt und seine Daten visuell auf einer Karte darstellen möchte, für den ist dieses Feature eine optimale Lösung. Die Erstellung einer Karte in SSRS 2008 R2 ist schnell und einfach zu konfigurieren.

Durch die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten (Punkte, Linien, Polygone) ist diese eine optische Lösung für Flächen-, Filial- und anderen Informationen.

Ein Nachteil ist, das SQL Server nur eine Kartengallerie für die USA mitliefert und die ESRI-Shapefiles nur kostenpflichtig zu erwerben sind. So bleibt einem nur die Nutzung eines BingMaps-Layers übrig. Da die Karte als Image gesehen wird, ist eine Interaktivität wie Ansichtenwechsel zwischen Fläche und Straße oder verschieben der Karte, wie bei BingMaps, nicht möglich.

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